Broschüren richtig gestalten

Jetzt ist wieder die Zeit, wo die neuen Broschüren für 2016 gestaltet und gedruckt werden. Da mir immer wieder mal Exemplare auf den Tisch kommen, die offensichtliche Fehler, falsche Anschnitte und ein – sagen wir mal – unübersichtliches Layout haben, möchte ich im heutigen Blog gerne näher auf das Thema eingehen und euch ein paar Tipps geben.

Fangen wir beim Layout an und da kann ich nur sagen, weniger ist mehr. Zu viel Text und zu viele, kleine Bilder sind verwirrend. Der Leser weiß gar nicht, was wichtig ist und hat auch nicht die Muße, die langen Texte zu lesen. Wie fast überall gilt: lieber wenige, dafür schöne und emotionale Fotos, als viele kleine. Nicht umsonst gibt es den Spruch „Bilder sagen mehr als Worte“.

Wenn ein Bild Sehnsucht weckt oder den Wunsch, etwas haben zu wollen, dann wird auch der Text eher gelesen. Sicherlich sind gute Bilder nicht billig, entweder man bestellt einen Fotografen – oder wenn vorhanden – kauft man sie im Internet. Doch wer hier spart, spart am falschen Ende. Langweilige und schlechte Bilder werden vom Leser nicht richtig wahrgenommen und man blättert weiter.

In meinem Blog „Dialogmarketing und Malings unter der Lupe“ hatte ich schon einmal die Augenkamera erwähnt. Die Erkenntnisse gelten auch für Broschüren. Wichtiges immer deutlich darstellen, evtl. Fett markieren, oder in einem Rahmen. Gelesen wird von rechts oben nach links unten. Nicht umsonst stehen Bilder meisten links und die Texte oder Anzeigen rechts. Die Aufmerksamkeit ist auf der rechten Seite insbesondere im unteren Abschnitt höher. Und auch ganz wichtig: Kurze, klare Sätze, die den Mehrwert für den Käufer darstellen. Warum soll ich das Produkt kaufen? Welchen Vorteil habe ich? Was ist das besondere an dem Produkt?

Ja und dann sehe ich leider auch immer mal wieder, dass Bilder und Texte angeschnitten sind oder der Farbauftrag nicht stimmt. Dazu sei gesagt: Jede Druckerei hat eigene Beschnitt- und Layoutvorgaben. Diese sollte man immer vorab lesen. Mal hat man nur 1mm Beschnitt pro Seite, mal 2mm, mal 3mm…

Bei Broschüren kommt hinzu, je mehr Seiten es sind, je größer ist die Bundverdrängung.

Bei gehefteten Broschüren werden die Seiten ineinandergelegt und anschließend geschnitten. Hierbei wird von den weiter innen liegenden Seiten ein breiterer Rand abgeschnitten. Wie viel dies ist, hängt von der Anzahl der Seiten und der Papierdicke ab. Diese Bundverdrängung sollte man unbedingt bei dickeren Broschüren einbeziehen.

Auch nimmt jedes Papier die Farbe unterschiedlich auf. So kann es zu Farbabweichungen kommen. Einige Papiere saugen die Farbe förmlich auf, andere weniger. Bei vielen Druckereien kann man Papiermuster bestellen. Diese sind auch hilfreich, um die Papierdicke zu bestimmen. Dünne Papiere scheinen schnell durch. Zu dicke Papiere lassen sich schlecht falten bzw. erhöhen das Porto enorm. Farben sehen auf schneeweißem Papier anders aus, als auf Umweltpapier. Oft haben die Druckereien ein kleines Buch mit allen Papiermustern und Farbdruck.