Mit SoLoMo mehr Kunden in das Geschäft locken

Ja, der Mensch scheint Abkürzungen zu lieben. Wo man auch hinschaut und hört, es wird abgekürzt, was das Zeug hält und ständig kommen neue Wortbildungen hinzu. Gar nicht so einfach, da immer den Durchblick zu bewahren.

Heute möchte ich im Blog auf eine dieser Abkürzungen eingehen. SoLoMo, das ist nicht ganz neu, wird aber immer wichtiger und steht für Social – Local – Mobile.

Doch was bedeutet das genau?

Social ist den meisten von uns sicher bekannt und steht für die sozialen Netzwerke wie Facebook, Twitter, Instagram und Co., aber Blogs, Foren, Videoportale usw.. Es ist sozusagen ein virtueller Raum. Räumliche Entfernungen sind dabei kein Hindernis.

Local steht für die lokalen Filialen. Was zunächst vernachlässigt wurde, wird heute immer wichtiger. Die Verknüpfung von Online mit dem lokalen Geschäft. Das nutzen wir z.B. bei Google Maps, Foursquare und Yelp.

Und Mobile, wie der Name vermuten lässt, steht für mobile Endgeräte wie Handys und Tablets. Der mobile Zugriff auf das Internet überall und zu jeder Zeit ist längst alltäglich geworden.

Bereits seit einiger Zeit lassen sich diese drei Bereiche sehr gut kombinieren, die on- und offline Welten verschmelzen. Beispiel:

Wer heute ein Restaurant in einer Stadt sucht, gibt als Suchbegriff in sein Handy „Restaurant“ und die „Stadt“ ein und schaut ggf. noch auf einer Karte, welches der vorgeschlagenen Restaurants in seiner Nähe liegt, wenn er/sie nicht gleich GPS nutzt. Vermutlich gibt es dazu auch noch Bewertungen in Foren und sozialen Medien, was schließlich zusammen genommen zum Restaurantbesuch führt. Das Zusammenspiel von SoloMo schafft also neue Vermarktungsmöglichkeiten für den Handel.

Einige Geschäfte nutzen auch schon „Location Based Selling“. Das bedeutet, dass die Kunden eines Geschäfts, wenn sie an der Filiale vorbei kommen, automatisch Push-Nachrichten mit den neuen Angeboten und Aktionen auf das Handy bekommen und so animiert werden, in das Geschäft zu gehen.

Wer nicht über die passenden Stammdaten verfügt, nutzt Dienste wie zum Beispiel die Prospekt-Plattform kaufDAhttp://www.kaufda.de/oder den Couponing-Dienst Coupieswww.coupies.de, die ortsbezogene Angebote auf die Smartphones der potenziellen Kunden schicken und sie in das Geschäft locken.

www.locafox.de

Das Berliner Unternehmen Locafox bietet hingegen eine Einzelhandels-Produktsuchmaschine. Dabei werden die Verfügbarkeit und der Preis eines Produktes in den verschiedenen Geschäften angezeigt. Online wird das Produkt reserviert und dann im Geschäft abgeholt. Bislang sind schon mehr als 500.000 Produkte in über 1200 Geschäften online verfügbar.

Das Internet ist also längst kein Gegner mehr für den stationären Handel. Clever genutzt kann es als moderne Marketingplattform genutzt werden, um mehr Kunden in das Geschäft zu locken. Und diesbezüglich wird es in der Zukunft sicher noch mehr Möglichkeiten geben mit neuen Apps, Technologien und Start-Ups. Man darf gespannt sein.