Online-PR versus klassischer PR

Werden wir zukünftig die Zeitung nur noch online lesen? Wie steht es um die Print-Medien? Und gibt es einen Unterschied zwischen Online-Pressetexten und klassischen Pressetexten?

Bereits 2013 sorgte Springer mit dem Verkauf von renommierten Zeitungen wie der Berliner Morgenpost, dem Hamburger Abendblatt und z.B. der Hörzu für Aufruhr. Fakt ist, das die Auflagen und Anzeigenerlöse der Print-Branche stetig sinken. Beiträge auf Sozialen Medien und Onlineportalen haben immer öfter eine größere Reichweite als klassische Printmedien. Es ist mir nun schon mehrfach untergekommen, das Neuigkeiten zuerst auf Twitter gepostet wurden, mit dem Vermerk „Pressemeldung folgt“.

Wie auch in der Musikbranche oder der Buchbranche werden Wege gesucht, den Spagat zwischen Print und Online zu finden, um den Qualitätsjournalismus am Leben zu halten und die Leser auf den richtigen, zielgruppenrelevanten Wegen zu erreichen.

Print ist jedoch noch lange nicht tot! Die Infografik von zipcon consulting aufhttp://www.print-lebt.de/wp/wp-content/uploads/Print_lebt_Infografik_web.jpgzeigt dies eindrucksvoll. Für PR Agenturen und Unternehmen ist der richtige Mix aus Print, Online und Social Media die beste Wahl.

Ein grundsätzlicher Unterschied zwischen klassischer PR und Online-PR ist, dass die Online-PR sich nicht mehr ausschließlich an Journalisten/Redaktionen von Printzeitungen/Magazinen/Radio/TV wendet, sondern die Texte von Jedermann im Internet gelesen werden. Werden die Pressetexte an Online-Medien verschickt, so gehören neben den Onlineauftritten der Zeitungen etc. auch Onlineportale wie die von GMX, t-online, arcor und vielen weiteren mehr dazu. Idealerweise sollten Pressemeldungen und Pressetexte daher online anders aufgebaut sein.

Im Blogtext letzte Woche habe ich den Aufbau einer klassischen Pressemeldung dargestellt. Bei einer Meldung für Onlineportale sollte optimalereweise ein Perspektivwechsel erfolgen. Schreibt man bei einer klassischen Meldung sachlich und objektiv über ein Thema „Wir haben ein innovatives Produkt mit den und den Merkmalen“ würde man online schreiben „Mit xyz finden Sie hilfreiches Know-How und ein Produkt, dass Ihr Problem zyx löst“. Wie beim Content Marketing stehen die Antworten auf Fragen und Probleme der Zielgruppe stärker im Fokus. Auf den Bereich Content-Marketing werde ich im nächsten Blogtext näher eingehen.

Ein weiterer Unterschied sind die auf Suchmaschinen ausgerichteten Texte. Da jedoch nicht jeder die Ressourcen hat, zu einem Thema eine Print- und eine Onlinemeldung zu schreiben, habe ich zumindest die Aufnahme von Keywords im Blogtext zur klassischen Pressemeldung in der letzten Woche bereits aufgeführt. Für die reine Online Pressemeldung würde man die Texte zusätzlich zu den Keywords noch weiter suchmaschinenoptimieren, wobei die Lesefreundlichkeit und der Inhalt natürlich nicht leiden sollten.

Ich denke, aufgrund der begrenzten Personal- und Budgetressourcen ist es oftmals ein Pressetext, der sowohl für die klassischen Medien, wie auch Onlineportale geschrieben wird. Doch man kann natürlich auf das Optimum hinarbeiten. Immer ist jedoch zu empfehlen, beide Bereiche mit ihren individuellen Vorzügen zu kombinieren.