PR 2.0 – Was ist das?

Print wird verbunden mit Online. Sowohl die Tageszeitung ist als herkömmliche Printausgabe, aber auch als e-paper lesbar. Social Media, insbesondere Twitter im PR Bereich, ist oftmals wesentlich schneller mit Nachrichten, als herkömmliche Veröffentlichungskanäle. Redaktionsbesuche werden auch als Telefonkonferenz über Webcam geführt, Advertorials werden zu Native Advertising und die Zahl der Medienkooperationen steigt. Ein Journalist ist heute häufig genug ein Cross-Media-Redakteur.

Die Pressearbeit muss sich einigen Veränderungen stellen. Nicht nur die sich verändernde Medienlandschaft von neuen Magazinen, Zeitungen die vom Markt verschwinden, Verkäufen und Zukäufen der Verlage, auch die Darstellung/Veröffentlichung der Meldungen war und ist im Wandel.

Für PR Agenturen und Unternehmen bietet PR 2.0 vielfältige Vorteile.

Die Schnelligkeit gehört zu einem großen Vorteil. Über die Onlinemedien kann jeder schnell Neuigkeiten versenden. Das ist nicht nur in Krisenfällen ein Plus. Zusätzlich besteht eine große Auswahl an Veröffentlichungskanälen, die Reichweite einer Meldung kann fokussiert gesteigert werden.

Mit der möglichen Darstellung von individuellen Elementen wie Fotoalben und Videos kann zudem die Aufmerksamkeit im Onlinebereich gesteigert werden.

Und schließlich ist über die Online- und Social Media Kanäle der Bereich PR keine Oneway-Kommunikation mehr, es entsteht ein Kundendialog, Nachrichten werden über die Sharing-Funktionen weiter geleitet und gelangen so schneller in den Umlauf. Sinnlose Streuverluste hingegen können vermieden werden.

Die Auswertungsmöglichkeiten im Bereich Online sind wesentlich genauer als zum Beispiel bei einer Werbeanzeige in einer Zeitung. Ob der Leser die Anzeige in der Printzeitung wirklich wahrgenommen hat, kann niemand sagen. Aber ob der Leser online darauf geclickt hat, wie lange er sie sich angeschaut hat, das ist alles sichtbar.

Des Weiteren fließen Content-Marketing und Storytelling auch in den Bereich PR mit ein. Eine nachhaltige Präsenz im Internet und auch der interaktive Dialog mit Fachmedien, Journalisten und Bloggern ist einfacher möglich.

Die Zukunft heißt PR 3.0, die Verknüpfung von Inhalten und Bedeutungen, auch semantisches Web genannt. Es gibt bereits erste Ergebnisse, die jedoch noch optimiert werden müssen. Ich halte Euch auf dem Laufenden.

Mit den nächsten Blogtexten gehe ich näher auf die Themen „Wie verfasst man gute PR-Texte?“, „Online versus Print“ und „Content-Marketing“ ein.