Schreiben für´s Netz – gibt es einen Unterschied?

Ich vermute jetzt einfach mal, dass die wenigsten von uns das „Schreiben für´s Netz“ gelernt haben. Klar, wir können alle mehr oder weniger gut texten/schreiben. Doch wo ist der Unterschied, wenn ich für´s Netz schreibe und warum?

Eine Gemeinsamkeit der Off- und Onlinetexte ist sicher, dass es im Print- wie auch Onlinebereich eine große Menge an Texten gibt, die oftmals nur gelesen werden, wenn sie gut geschrieben und für den Leser interessant sind.

Nur im Onlinebereich wird dieses noch sehr viel deutlicher als Offline. Die Texte bleiben gespeichert und verschwinden nicht in alten Zeitungen. Und jeden Tag werden es mehr Texte… hervorheben kann sich nur, wer das Interesse der Leser weckt. Somit ist ein wichtiger Punkt beim Texten, immer an die Leser zu denken. Wen möchte ich ansprechen und wie kann ich das Thema für den Leser spannend und informativ herüber bringen? Kennt man seine Zielgruppe, kann man auch den passenden Ton, Stil und die Sprachgewohnheiten einfließen lassen.

Ist das geschafft, sollte man das Wichtigste beim Schreiben immer noch vorne stellen. Das heißt, in die Überschrift, in den Teaser und natürlich in die Einleitung. Auch wenn Eure Leser nur bis dahin lesen und nicht weiter, sollten sie leicht die Botschaft behalten können.

Klar, das macht man Offline natürlich auch. Doch damit google und Co. Euren Text leichter finden, muss dieser Suchmaschinenoptimiertsein.

Um das zu erreichen, müssen Eure Keywords idealerweise in der Überschrift gleich am Anfang stehen oder zumindest vorne, im Teaser/in der Einleitung auftauchen und auch noch 3-4 Mal durchschnittlich im Text. Wer Bilder dabei hat, die Bildbeschreibung auch noch mit dem Keyword versehen.

Vor lauter Keywords und Positionierung dieser darf der Text natürlich nicht leiden. Texte die nur auf Suchmaschinenoptimierung ausgelegt sind, lesen sich oft nicht sehr gut. Die Kunst ist es also, einen guten Weg dazwischen zu finden.

Wer im Internet liest, ist oft nur flüchtig unterwegs und scrollt/wischt gerne weiter. Umfragen haben ergeben, dass ca. 80% der Leser die Internetseiten nur überfliegenund nicht zu Ende lesen. Oft lesen Nutzer auch mehrere Seiten gleichzeitig und springen schnell von Browserfenster zu Browserfenster. Haltet Euch das immer vor Augen und konzentriert Euch auf das Wesentliche. Mit wenigen Worten auf den richtigen Punkt kommen ist das Ziel. Idealerweise benutzt Ihr auch noch aktive Verben und strukturiert Euren Text in Absätzen für eine leichtere Lesbarkeit. Wichtige Punkte könnt Ihr Fett markieren, so dass sie auch beim „Überfliegen“ des Textes gleich erkannt werden.

Und zum Schluss: Links innerhalb eines Texte lenken oft ab oder führen den Leser gleich auf die andere Website und er bleibt weg. Besser ist es, wenn Ihr die Links am Ende des Textes einfügt.