Warum gute Überschriften Zeit brauchen

In meinen Blogtext zum Thema „gute PR-Texte“ habe ich mich schon einmal kurz mit dem Thema Überschriften befasst. Gerne möchte ich heute die Gelegenheit nutzen, noch etwas intensiver auf das Thema einzugehen. Schließlich entscheidet die Überschrift in einem nicht unerheblichen Maße mit, ob man weiterliest oder nicht.

Die ideale Überschrift

Ich glaube, Ihr kennt das auch. Eigentlich interessiert einen das Thema nicht sonderlich, aber die Überschrift war so gut, dass man doch weiter gelesen hat. Mir persönlich geht das bei einer großen, deutschen Zeitung namens BILD ständig so. Eigentlich schaue ich nur, ob meine Pressethemen aufgenommen wurden und schon liest man mal hier und mal da in anderen Artikeln. Ich muss neidlos anerkennen, die Texter der Überschriften dort sind einfach top. Und da sind wir schon bei einem Punkt.

Die Überschrift muss Neugier wecken, darf aber natürlich keine falschen Erwartungen schüren.

Neugier kann man auf verschiedene Arten wecken. Mit Fragen, einem Informationsversprechen, einem Mehrwertangebot, Listen und Grafiken, Unterhaltung und natürlich auch provozierenden Thesen.

Wie überall im Bereich Marketing sind es auch die Emotionen, die bei Überschriften immer wieder punkten.

Des Weiteren muss die Überschrift die Kernaussage des Textes verständlich wieder geben und sollte grammatikalisch korrekt sein. Idealerweise hat sie auch nicht mehr als 63 Zeichen, da viele eMail Programme und auch google nicht mehr Zeichen darstellen und der Rest abgeschnitten wird.

Von Vorteil ist es, die relevanten Begriffe und auch Keywords für die SEO Optimierung an den Anfang zu stellen.

Beispiele für erfolgreiche Überschriften

Gut funktionieren Überschriften wie „Best of xxx“, „Top Ten xxx“, „x Tipps die Sie kennen sollten“, „5 gute Beispiele“, aber auch das Gegenteil wie „5 Fehler die Sie vermeiden sollten“ usw. Nichtsdestotrotz sollte man sparsam mit ihnen umgehen und sie gezielt einsetzen. Zu viele Überschriften dieser Art hintereinander wirken auf Dauer unseriös.

Gerne genommen ist auch das sich steigernde Erdbeben, wie z.B. „Sie verlor alles, aber das war nicht das Schlimmste.“ Man fragt sich unweigerlich, was war denn das Schlimmste?

Auch Zahlen ziehen immer wieder unglaublich viel Aufmerksamkeit auf sich. Diese sollten dann jedoch nicht als Wort, sondern als Zeichen geschrieben werden.

Eine erklärende Überschrift ist oft besser als die Darstellung reiner Tatsachen.

Ein guter Test für Überschriften ist zum Beispiel – ab einer gewissen Reichweite – ein Test auf den sozialen Medien vor der Veröffentlichung des Berichtes. Es ist mittlerweile durchaus üblich, dass man Neuigkeiten zuerst auf Twitter veröffentlicht und im Nachgang die Pressemeldung versendet.

Wer das alles beherzigt merkt schnell, dass eine gute Überschrift nicht mal eben schnell nebenbei gefunden ist. Doch wie heißt es so schön, Übung macht den Meister.